Inklusiver Kinderfußball bedeutet bei den Ibbenbürener Kickers:
Alle Kinder dürfen mitmachen – unabhängig von Handicap, Leistungsstand, Herkunft oder Alter.
Wir schaffen einen Raum, in dem Kinder Fußball erleben können, ohne Leistungsdruck, ohne Ausgrenzung – dafür mit Struktur, Sicherheit, Freude und echter Teilhabe.
Inklusiver Kinderfußball verbindet Teilhabe, Sicherheit und Spielfreude. Er schafft Räume, in denen Vielfalt selbstverständlich ist – und jedes Kind zählt.
Diese Seite zeigt konkret, wie wir inklusiven Kinderfußball umsetzen – im Training, im Spiel und im Umgang mit unterschiedlichen Bedürfnissen.
Die Inhalte auf dieser Seite basieren auf unseren praktischen Erfahrungen aus der inklusiven Fußballarbeit der Ibbenbürener Kickers.
Wir erklären, wie inklusiver Kinderfußball bei uns funktioniert.
Du erfährst, wie wir Kinder mit unterschiedlichen Handicaps im Training begleiten.
Wir zeigen, wie Übungen angepasst werden, damit wirklich alle mitspielen können.
Es geht um Sicherheit, Freude und Gemeinschaft – nicht um Leistung.
Inklusion heißt für uns nicht, alle gleich zu behandeln. Inklusion ohne Leistungsdruck heißt, jedes Kind so abzuholen, wie es ist.
Auf dem Platz stehen bei uns zum Beispiel:
Alle spielen zusammen.
Nicht nebeneinander. Nicht getrennt. Nicht angepasst an die Stärksten.
Teilhabe heißt auch: dabei sein dürfen, ohne ständig aktiv sein zu müssen
Wenn wir Passspiel üben, stehen oft zwei Kinder gegenüber und spielen sich den Ball mit dem Fuß zu.
👉 Kann ein Kind seine Beine nicht nutzen,
wird der Ball mit den Armen zugeworfen.
👉 Kann ein Kind nicht stehen,
passen wir Abstand, Tempo und Aufgabe an.
👉 Kann ein Kind nicht ständig aktiv sein,
reicht es manchmal, Teil des Spiels zu sein.
So einfach – und so wirksam – ist Inklusion.
Deshalb funktionieren unsere inklusiven Kinderteams – im Training wie bei Turnieren.
Viele dieser Erkenntnisse sind aus Fehlern, Umwegen und gemeinsamen Lernprozessen entstanden.
– DFB.de Bericht: Ibbenbürener Kickers- mehr Inklusion geht nicht, 2021 (zum Artikel)
Diese Seite richtet sich an Vereine und Menschen, die selbst Inklusion im Fußball umsetzen möchten und nach praxisnaher Orientierung suchen.
Die folgenden Antworten beruhen auf unseren praktischen Erfahrungen aus der inklusiven Fußballarbeit.
Inklusiver Kinderfußball bedeutet, dass alle Kinder – mit und ohne Behinderung – gemeinsam trainieren und spielen. Entscheidend ist nicht das Leistungsniveau, sondern die Möglichkeit zur Teilhabe, zu Erfolgserlebnissen und zu echter Gemeinschaft.
Grundsätzlich alle. Kinder mit Autismus, ADHS, Down-Syndrom, körperlichen Einschränkungen, chronischen Erkrankungen oder ohne diagnostizierte Beeinträchtigung. Entscheidend ist nicht das Handicap, sondern der Wille mitzuspielen.
Durch reduzierte Übungen, klare Strukturen, feste Rituale, Helferspieler, variable Spielformen und individuelle Ansprache. Ziel ist, jedes Kind dort abzuholen, wo es steht – ohne Überforderung oder Ausgrenzung.
Ja – wenn er verantwortungsvoll durchgeführt wird. Sicherheit entsteht durch angepasste Intensität, klare Regeln, geschulte Trainer:innen und ein Umfeld, das Rücksicht als Stärke versteht.
Gerade bei jüngeren Kindern oder besonderen Bedürfnissen ist das sinnvoll. Eltern sind Teil des inklusiven Prozesses – nicht als Zuschauer, sondern als unterstützende Begleiter.
Nein. Leistung darf entstehen, steht aber nie über Teilhabe. Tore, Erfolge und Fortschritte werden geteilt – nicht verglichen.
Der inklusive Kinderfußball bringt viele Fragen, Sorgen und Herausforderungen mit sich – für Kinder, Eltern und Trainer:innen. In unserem Praxiswissen teilen wir Erfahrungen, die wir über viele Jahre im inklusiven Fußball gesammelt haben:
Inklusion beginnt dort, wo Kinder nicht funktionieren müssen – sondern dazugehören dürfen.