Leistungsunterschiede sind kein Fehler – sie sind Realität
Balance statt Vergleich
Inklusion bedeutet nicht, gleiche Voraussetzungen zu schaffen.
Inklusion bedeutet, mit unterschiedlichen Voraussetzungen verantwortungsvoll umzugehen.
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Im inklusiven Fußball treffen aufeinander:
- Spieler:innen mit sehr unterschiedlicher Trainingshäufigkeit
- körperlich starke und körperlich eingeschränkte Menschen
- Anfänger:innen und sehr talentierte Spieler:innen
- Kinder, Jugendliche, Erwachsene und Senior:innen
Diese Unterschiede sind nicht lösbar, sondern steuerungsbedürftig.
Warum Vergleiche im inklusiven Fußball scheitern
Ein häufiger Fehler ist der Versuch, Leistungen zu vergleichen:
- Tore zählen
- Zweikämpfe bewerten
- Spielstärke gegeneinander aufrechnen
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Das führt fast immer zu:
- Frust bei schwächeren Spieler:innen
- Überheblichkeit bei stärkeren
- Rückzug statt Beteiligung
- Leistungsdruck, der Inklusion zerstört
Vergleich erzeugt Hierarchie.
Inklusion braucht Beziehung.
Die Rolle der Trainer:innen – Steuern statt bewerten
Im inklusiven Fußball ist die Trainerrolle keine taktische Führungsposition, sondern eine moderierende Instanz.
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Trainer:innen steuern durch:
- Spielformen statt starre Wettbewerbe
- gezielte Positionswechsel
- bewusste Temporeduktion
- klare Kommunikation vor dem Spiel
Nicht die Leistung entscheidet – sondern die Wirkung auf andere.
Konkrete Praxis – so steuern wir Leistungsunterschiede
Unterschiedliche Trainingsstände ausgleichen
- Anfänger:innen bekommen einfache Aufgaben
- Fortgeschrittene übernehmen Verantwortung
- Helferspieler binden aktiv ein, statt zu dominieren
Tempo bewusst variieren
- starke Spieler:innen lernen, Pausen zuzulassen
- Spiel wird nicht „gezogen“, sondern gelenkt
- Erfolgsmomente werden ermöglicht, nicht verhindert
Erfolg neu definieren
- ein gutes Zuspiel
- ein mutiger Abschluss
- ein sichtbarer Fortschritt
Ein einzelnes Tor kann wichtiger sein als ein klares Ergebnis.
Wenn Leistungsunterschiede gefährlich werden
Unterschiede werden problematisch, wenn:
- Trainer:innen sie ignorieren
- starke Spieler:innen nicht gebremst werden
- körperliche Risiken entstehen
- Ehrgeiz wichtiger wird als Verantwortung
Dann ist Eingreifen Pflicht – nicht optional.
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Steuern heißt:
- Spieler:innen vom Feld nehmen oder zusätzliche einsetzen
- Spiel unterbrechen und neu erklären
- Intensität bewusst reduzieren
Nicht als Strafe – sondern als Schutz.
Warum Zurücknehmen kein Leistungsverlust ist
Viele glauben:
„Wenn wir Rücksicht nehmen, wird es langweilig.“
Das Gegenteil ist der Fall.
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Rücksicht:
- erhöht Spielintelligenz
- fördert soziale Kompetenz
- stärkt Gemeinschaft
- macht Spiele emotional wertvoll
Starke Spieler:innen lernen hier Fähigkeiten, die kein Leistungsfußball vermittelt.
Unsere Haltung als Ibbenbürener Kickers
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Wir glauben:
- Leistung darf da sein
- aber sie darf niemanden ausschließen
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Deshalb:
- trainieren wir von Anfang an gemeinsam
- sprechen Leistungsunterschiede offen an
- vermitteln Verantwortung statt Vergleich
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So entstehen Spiele, die:
- fair
- sicher
- emotional
- und für alle sinnvoll sind
Fazit – Balance ist Führungsaufgabe
Leistungsunterschiede verschwinden nicht.
Aber sie lassen sich fair, menschlich und klug steuern.
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Wer das kann:
- schützt Schwächere
- fordert Stärkere
- erhält Teilhabe
- und bewahrt die Würde aller Beteiligten
Das ist inklusiver Fußball.
Noch Fragen aus der Praxis?
Viele Herausforderungen im inklusiven Fußball lassen sich nicht mit Regeln oder Checklisten lösen. Oft geht es um Erfahrung, Fingerspitzengefühl und den Mut, Verantwortung zu übernehmen.
Wenn du als Trainer/in, Spieler/in, Elternteil oder Verein vor einer konkreten Situation stehst – im Training, bei Turnieren oder im Umgang mit einzelnen Spieler/innen – melde dich gerne bei uns.
Wir teilen unsere Erfahrungen aus dem inklusiven Fußball ehrlich, praxisnah und ohne belehrenden Zeigefinger.