Wie Trainer:innen im inklusiven Fußball richtig steuern
Inklusion scheitert selten an mangelndem Willen. Sie scheitert viel häufiger an Überforderung.
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Überforderung bei:
- Trainer:innen
- Spieler:innen
- Eltern
- Helferspieler:innen
Inklusiver Fußball funktioniert nur dann nachhaltig, wenn Verantwortung bewusst gesteuert wird.
Überforderung ist kein individuelles Versagen
Ein zentraler Irrtum:
„Man muss einfach nur geduldig sein.“
Geduld allein reicht nicht.
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Überforderung entsteht, wenn:
- zu viele unterschiedliche Bedürfnisse gleichzeitig wirken
- Rollen unklar sind
- Erwartungen nicht ausgesprochen werden
- Trainer:innen alles auffangen sollen
Inklusion braucht Struktur, um menschlich zu bleiben.
Die Trainerrolle: weniger Antreiber, mehr Moderator
Im inklusiven Fußball ist die Trainerrolle eine andere.
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Nicht:
- Taktikgeber
- Ergebnismanager
- Lautsprecher
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Sondern:
- Beobachter
- Vermittler
- Strukturgeber
- Schutzinstanz
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Trainer:innen steuern:
- Tempo
- Intensität
- Nähe
- Distanz
Klare Rahmen entlasten alle Beteiligten
Überforderung entsteht oft dort, wo alles gleichzeitig erlaubt ist.
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Klare Rahmen helfen:
- feste Trainingsabläufe
- wiederkehrende Rituale
- eindeutige Regeln
- transparente Kommunikation
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Gerade für:
- Menschen mit Autismus
- ADHS
- geistigen Einschränkungen
- emotionaler Instabilität
sind diese Strukturen essenziell.
Nicht alles gleichzeitig wollen
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Ein häufiger Fehler:
- Technik
- Spiel
- Spaß
- Wettbewerb
- soziale Integration
alles in einer Einheit abbilden zu wollen.
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Inklusion bedeutet:
- Prioritäten setzen
- Inhalte reduzieren
- Ziele anpassen
Manchmal ist ein ruhiges Training wertvoller als ein perfektes Spiel.
Helferspieler richtig einsetzen
Helferspieler können entlasten – oder überfordern.
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Sie helfen, wenn:
- ihre Rolle klar definiert ist
- sie anleiten statt dominieren
- sie sich zurücknehmen können
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Sie überfordern, wenn:
- sie Verantwortung übernehmen müssen, die ihnen nicht zusteht
- sie als „Ersatztrainer“ agieren
- sie permanent eingreifen
Auch hier gilt: Steuerung ist entscheidend.
Überforderung früh erkennen
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Warnsignale ernst nehmen:
- Rückzug
- Aggression
- Überdrehtheit
- Verweigerung
- emotionale Ausbrüche
Nicht als Störung, sondern als Hinweis verstehen.
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Manchmal ist:
- eine Pause
- ein Gespräch
- ein Rollentausch
- die beste Lösung.
Fazit
Inklusion ohne Überforderung bedeutet nicht weniger Anspruch.
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Sie bedeutet:
- bewusste Steuerung
- klare Verantwortung
- ehrliche Einschätzung
Trainer:innen müssen nicht alles können.
Aber sie müssen bereit sein, klug zu führen.
Noch Fragen aus der Praxis?
Viele Herausforderungen im inklusiven Fußball lassen sich nicht mit Regeln oder Checklisten lösen. Oft geht es um Erfahrung, Fingerspitzengefühl und den Mut, Verantwortung zu übernehmen.
Wenn du als Trainer/in, Spieler/in, Elternteil oder Verein vor einer konkreten Situation stehst – im Training, bei Turnieren oder im Umgang mit einzelnen Spieler/innen – melde dich gerne bei uns.
Wir, die Ibbenbürener Kickers, teilen unsere Erfahrungen aus dem inklusiven Fußball ehrlich, praxisnah und ohne belehrenden Zeigefinger.