
Inklusives Fußballtraining funktioniert anders als klassisches Training. Diese Seite zeigt praxisnah, wie Training aufgebaut werden kann, wie Gruppen funktionieren und wie alle Spieler unabhängig von ihrem Können aktiv teilnehmen können.
Darum geht es
Viele Trainer fragen sich:
👉 Wie läuft ein inklusives Training konkret ab?
Unsere Erfahrung zeigt:
Es braucht keine komplizierten Konzepte.
Wichtig ist, dass alle Spieler aktiv teilnehmen können.
Wie wir unser Training aufbauen
Unser Training folgt einer klaren, aber flexiblen Struktur.
👉 Das Ziel ist immer gleich:
Alle Spieler sollen beteiligt sein und Spaß am Fußball haben.
Gemeinsamer Start für alle
Jedes Training beginnt gemeinsam.
Alle Spieler – unabhängig von Alter oder Leistungsstand – starten zusammen.
- Das sorgt für:
- Gemeinschaft
- Orientierung
- einen einfachen Einstieg
Training in Gruppen
Nach dem gemeinsamen Start teilen wir die Spieler in Gruppen ein.
👉 Wichtig:
Die Einteilung erfolgt nicht nach Alter, sondern nach Fähigkeiten.
Gruppe 1 – Einstieg und Grundlagen
- Hier trainieren:
- Kinder
- Anfänger
- Spieler mit wenig Erfahrung
- Inhalte sind zum Beispiel:
- Ball werfen und fangen
- Namen rufen und sich bewegen
- einfache Passformen
- erste Ballkontakte
- Auch andere Spiele helfen:
- Handball
- Basketball
- einfache Bewegungsübungen
👉 Ziel:
Bewegung, Sicherheit und erste Erfolgserlebnisse
Gruppe 2 – Aufbau und Spielverständnis
Hier trainieren Spieler, die schon etwas Erfahrung haben.
- Typische Inhalte:
- Passspiel
- einfache Spielformen
- Rondo
Auch hier gilt:
👉 Übungen bleiben einfach und verständlich
Gruppe 3 – Fortgeschrittene Spieler
Hier spielen Spieler, die bereits sicher Fußball spielen können.
- Inhalte:
- Passfolgen
- Doppelpass
- freies Spiel
- kleinere Spielformen
👉 Wichtig:
Auch hier steht nicht Leistung im Vordergrund, sondern Entwicklung.
Gruppen sind nicht fest
Die Gruppen werden bei jedem Training neu eingeteilt.
- Das bedeutet:
- jeder kann sich weiterentwickeln
- jeder kann sich ausprobieren
- niemand wird fest eingeordnet
👉 Das hält die Motivation hoch.
Pausen und Anpassung
Regelmäßige Pausen sind wichtig.
Bei uns:
👉 alle ca. 15 Minuten
- In dieser Zeit:
- erholen sich die Spieler
- Trainer passen Übungen an
- neue Ideen entstehen
Gemeinsames Spiel zum Abschluss
Am Ende spielen alle gemeinsam.
- Zum Beispiel:
- 5 gegen 5
- 6 gegen 6
- oder gemischte Teams
- 👉 Wichtig:
- alle spielen
- alle sind beteiligt
- Teams werden bewusst gemischt
Was im Training besonders wichtig ist
- Inklusives Training bedeutet:
- Übungen flexibel anpassen
- Inhalte vereinfachen
- auf Spieler reagieren
Nicht jeder versteht Übungen sofort.
👉 Das ist normal.
Von den Spielern lernen
- Spieler geben direkt Rückmeldung:
- wenn etwas zu schwer ist
- wenn etwas nicht verstanden wird
Das hilft Trainern, das Training anzupassen.
👉 Offenheit ist entscheidend.
Gemeinschaft steht im Mittelpunkt
Ein zentrales Ziel ist:
👉 dass sich alle wohlfühlen
- Deshalb:
- helfen sich Spieler gegenseitig
- niemand wird ausgelacht
- jeder wird unterstützt
Kurz zusammengefasst
- gemeinsamer Start für alle
- Einteilung nach Fähigkeiten
- einfache Übungen
- regelmäßige Pausen
- gemeinsames Spiel am Ende
- Gemeinschaft steht im Mittelpunkt
Noch Fragen aus der Praxis?
Viele Herausforderungen im inklusiven Fußball lassen sich nicht mit Regeln oder Checklisten lösen. Oft geht es um Erfahrung, Fingerspitzengefühl und den Mut, Verantwortung zu übernehmen.
Wenn du als Trainer/in, Spieler/in, Elternteil oder Verein vor einer konkreten Situation stehst – im Training, bei Turnieren oder im Umgang mit einzelnen Spieler/innen – melde dich gerne bei uns.
Wir, die Ibbenbürener Kickers, teilen unsere Erfahrungen aus dem inklusiven Fußball ehrlich, praxisnah und ohne belehrenden Zeigefinger.