Wie entsteht eine Inklusionsmannschaft wirklich? Diese Seite zeigt anhand unserer eigenen Erfahrungen, wie wir gestartet sind, welche Herausforderungen es gab und was uns geholfen hat, Schritt für Schritt zu wachsen.
Der Anfang: einfach machen
Unsere Inklusionsmannschaft ist nicht aus einem perfekten Plan entstanden.
Genau dieser Einstieg ist für viele Vereine entscheidend.
Sondern aus einer Entscheidung:
👉 Wir fangen an.
Am 2. April haben wir gemeinsam mit mehreren Vereinen die Initiative gestartet.
Das erste Training fand am 4. Mai statt.
Die ersten Spieler
Beim ersten Training waren:
👉 6 Spieler
- unterschiedliche Altersgruppen
- unterschiedliche Voraussetzungen
Wir hatten Spaß – und genau das war entscheidend.
Gerade am Anfang ist Freude oft wichtiger als Struktur.
So sieht ein Anfang wirklich aus
Sechs Spieler stehen auf dem Platz.
Unterschiedliche Altersgruppen. Unterschiedliche Voraussetzungen.
Keine perfekte Struktur.
Keine festen Abläufe.
Aber: Bewegung, erste Kontakte, erste Gespräche.
Das Training funktioniert nicht perfekt.
Aber es funktioniert.
Was oft falsch gemacht wird
Viele Vereine warten zu lange.
Sie planen, diskutieren, zweifeln.
Oder sie wollen perfekte Bedingungen.
Dadurch entsteht nichts.
Inklusion beginnt nicht mit Sicherheit.
Sondern mit einer Entscheidung.
„Der wichtigste Schritt ist nicht der perfekte Plan – sondern der erste.“
– Marcel Grabow
Wachstum entsteht von allein
Nach den ersten Trainings passierte etwas, womit wir nicht gerechnet hatten:
👉 Die Spieler erzählten anderen davon.
So entsteht Zugang zum inklusiven Fußball oft ganz von allein.
- Freunden
- Familie
- Arbeitskollegen
Die Teilnehmerzahl stieg von Woche zu Woche.
Die ersten Spiele
Bereits nach kurzer Zeit konnten wir: 👉 zwei Teams melden
Mit dem Wachstum entstehen automatisch neue Strukturen.
- ein Kinderteam
- ein Erwachsenenteam
Das war ein wichtiger Schritt.
Entwicklung in kurzer Zeit
Nach wenigen Monaten waren es:
👉 rund 50 Spieler
-
Mit dem Wachstum kamen neue Aufgaben:
- Struktur im Training
- Organisation
- Abstimmung im Team
Was wir schnell gelernt haben
Ein wichtiger Punkt war für uns:
👉 inklusiver Fußball funktioniert anders
Die Unterschiede im Leistungsniveau waren größer als im klassischen Fußball.
-
Das bedeutete:
- Übungen mussten angepasst werden
- Inhalte vereinfacht werden
- Erklärungen mussten klarer sein
„Inklusion folgt nicht den Regeln des Leistungsfußballs – sie braucht eigene Lösungen.“
– Inga Grabow
Teilhabe statt Ergebnis
Eine der wichtigsten Erkenntnisse:
👉 Erfolg ist nicht das wichtigste Ziel
Sondern:
👉 Teilhabe
-
Besonders emotional sind Momente, in denen:
- Spieler mit Handicap Tore erzielen
- Spieler Erfolgserlebnisse haben
Diese Momente sind oft wichtiger als jedes Ergebnis.
„Ein Tor ist schön – aber Teilhabe verändert Leben.“
– Nico Grabow
Lernen im Training
Wir haben schnell gemerkt: 👉 Spieler sagen direkt, wenn etwas nicht funktioniert
Dieses Feedback ist ein wichtiger Teil der Trainingsentwicklung.
-
Das hilft enorm.
- sie geben ehrliches Feedback
- sie zeigen, wo es Probleme gibt
👉 Das macht Entwicklung möglich.
Vertrauen entsteht durch Offenheit
Ein entscheidender Punkt war: 👉 Kommunikation
Offene Kommunikation schafft Vertrauen im gesamten Team.
Wir haben offen gesagt: „Hilf uns zu verstehen, was nicht funktioniert.“
-
Das hat dazu geführt:
- Vertrauen ist gewachsen
- Spieler haben sich geöffnet
- echte Gemeinschaft ist entstanden
Fehler gehören dazu
Alle Trainer machen am Anfang Fehler.
Das ist normal.
-
👉 Wichtig ist:
- dranbleiben
- anpassen
- weiterentwickeln
Organisation im Alltag
Mit der Zeit wurde klar: 👉 Struktur ist wichtig
Gerade im inklusiven Training sorgt Struktur für Sicherheit und Orientierung.
- feste Trainingszeiten
- klare Abläufe
- verlässliche Angebote
Das gibt Sicherheit für alle Beteiligten.
Rahmenbedingungen entwickeln sich
Nicht alles ist am Anfang perfekt.
-
Zum Beispiel:
- Trainingsplätze
- Ausstattung
- Organisation
👉 Vieles entwickelt sich im Laufe der Zeit.
„Inklusion wächst nicht durch Perfektion – sondern durch Erfahrung.“
– Timm Grabow
Was wirklich zählt
Unsere wichtigste Erfahrung: 👉 Gemeinschaft ist entscheidend
Gemeinschaft ist die Grundlage für nachhaltige Inklusion im Verein.
- Spieler unterstützen sich
- alle gehören dazu
- jeder wird akzeptiert
Kurz zusammengefasst
- einfach anfangen
- erste Spieler kommen von allein
- Entwicklung passiert im Prozess
- Fehler gehören dazu
- Teilhabe steht im Vordergrund
- Gemeinschaft ist der Schlüssel
Erfahrungen zeigen, dass Inklusion im Fußball vor allem durch Handeln entsteht – nicht durch Theorie.
Noch Fragen aus der Praxis?
Viele Herausforderungen im inklusiven Fußball lassen sich nicht mit Regeln oder Checklisten lösen. Oft geht es um Erfahrung, Fingerspitzengefühl und den Mut, Verantwortung zu übernehmen.
Wenn du als Trainer/in, Spieler/in, Elternteil oder Verein vor einer konkreten Situation stehst – im Training, bei Turnieren oder im Umgang mit einzelnen Spieler/innen – melde dich gerne bei uns.
Wir, die Ibbenbürener Kickers, teilen unsere Erfahrungen aus dem inklusiven Fußball ehrlich, praxisnah und ohne belehrenden Zeigefinger.