Viele Menschen verbinden Fußball nicht nur mit Training und Spielbetrieb, sondern mit Begegnung und Gemeinschaft. Im Laufe der Zeit verschieben sich diese Aspekte jedoch oft zugunsten von Organisation, Leistung und Ergebnissen.
Dabei geht für manche das verloren, was Fußball ursprünglich ausgemacht hat: zusammen Zeit zu verbringen und dazuzugehören.
Inklusionsfußball kann genau hier eine besondere Rolle im Vereinsleben einnehmen.
Fußball war schon immer mehr als ein Spiel
Fußball war nie nur Training und Spielbetrieb. Er war Treffpunkt, Austausch und Gemeinschaft.
Viele Menschen verbinden mit Fußball:
- Begegnungen
- Gespräche am Spielfeldrand
- gemeinsames Erleben
Dieser soziale Wert geht im leistungsorientierten Alltag manchmal verloren.
Wenn Fußball wieder Platz im Leben finden soll
Nicht jeder Mensch kann oder möchte mehrmals pro Woche trainieren und jedes Wochenende spielen.
Der Wunsch nach Fußball bleibt oft bestehen. Was fehlt, ist ein passender Rahmen.
Inklusionsfußball kann genau diesen Raum bieten:
- weniger Druck
- klare, aber flexible Strukturen
- gemeinsames Spielen ohne Erwartungshaltung
Gemeinsam spielen – mit Menschen aus dem eigenen Umfeld
Ein besonderer Wert des Inklusionsfußballs liegt darin, dass Menschen gemeinsam spielen können, die im klassischen Fußball getrennt wären.
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Zum Beispiel:
- Freunde
- Familienmitglieder
- Arbeitskollegen
- unterschiedliche Generationen
Diese Offenheit stärkt Bindungen und schafft neue Formen von Gemeinschaft im Verein.
Begegnung statt Bewertung
Im Inklusionsfußball steht nicht im Vordergrund, wer wie gut spielt.
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Wichtiger ist:
- dass Menschen sich begegnen
- sich wahrnehmen
- miteinander Zeit verbringen
Unterschiede werden nicht bewertet, sondern gehören selbstverständlich dazu.
Warum das für viele Menschen wichtig ist
Viele Spielerinnen und Spieler erleben im Inklusionsfußball:
- Anerkennung
- Zugehörigkeit
- Entlastung vom Leistungsdruck
Gerade für Menschen, die sich im klassischen Spielbetrieb nicht mehr wiederfinden, kann das entscheidend sein.
Der Verein als sozialer Raum
Vereine sind mehr als Organisationsstrukturen. Sie sind Orte des Miteinanders.
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Inklusionsfußball kann:
- neue Menschen in den Verein bringen
- bestehende Mitglieder halten
- Brücken zwischen unterschiedlichen Gruppen schlagen
So entsteht ein Vereinsleben, das über den Spielbetrieb hinaus wirkt.
Gemeinschaft entsteht nicht durch Konzepte
Gemeinschaft lässt sich nicht planen. Sie entsteht durch Begegnung und Zeit.
Inklusionsfußball schafft den Rahmen dafür, ohne ihn zu erzwingen.
Nicht jedes Training ist perfekt.
Nicht jede Einheit ist gleich.
Aber Gemeinschaft wächst im gemeinsamen Tun.
Warum dieser soziale Aspekt oft unterschätzt wird
In vielen Diskussionen über Fußball stehen Organisation, Leistung und Struktur im Fokus.
Der soziale Wert wird häufig erst sichtbar, wenn er fehlt.
Inklusionsfußball macht diesen Aspekt wieder erfahrbar.
Noch Fragen aus der Praxis?
Viele Herausforderungen im inklusiven Fußball lassen sich nicht mit Regeln oder Checklisten lösen. Oft geht es um Erfahrung, Fingerspitzengefühl und den Mut, Verantwortung zu übernehmen.
Wenn du als Trainer/in, Spieler/in, Elternteil oder Verein vor einer konkreten Situation stehst – im Training, bei Turnieren oder im Umgang mit einzelnen Spieler/innen – melde dich gerne bei uns.
Wir, die Ibbenbürener Kickers, teilen unsere Erfahrungen aus dem inklusiven Fußball ehrlich, praxisnah und ohne belehrenden Zeigefinger.