Erfahrungen aus der Praxis, die selten öffentlich werden
Dieser Beitrag benennt bewusst Dinge, die selten offen angesprochen werden – nicht um zu entmutigen, sondern um ehrlicher, besser und nachhaltiger zu arbeiten.
Inklusion scheitert, wenn Konflikte tabuisiert werden
Wo immer Menschen zusammenkommen, entstehen Konflikte.
Im inklusiven Sport werden sie jedoch oft:
- ignoriert
- beschönigt
- oder aus Angst vor Kritik nicht benannt
Dabei sind Konflikte kein Zeichen des Scheiterns, sondern Teil des Prozesses.
Wenn Wettbewerb wichtiger wird als Menschen
Ein zentraler Scheiterpunkt ist der Übergang vom gemeinsamen Spiel zum reinen Gewinnen. Spätestens hier zeigt sich, ob ein Angebot inklusiv gedacht ist – oder nur inklusiv heißt.
Besonders im Fußball mit Mehrfachbehinderungen kann ungezügelter Wettbewerb reale Gefahren erzeugen.
Überforderung von Trainern und Ehrenamtlichen
Viele Angebote brechen nicht wegen der Spieler weg, sondern weil:
- Trainer allein gelassen werden
- Verantwortung nicht geteilt wird
- Professionalität erwartet, aber nicht ermöglicht wird
Inklusion ohne Unterstützung ist Überforderung.
Wenn niemand den Mut hat, Nein zu sagen
Nicht jedes Turnier, nicht jede Kooperation, nicht jedes Format passt.
Inklusion scheitert auch dann, wenn Verantwortliche:
- aus Höflichkeit zusagen
- aus Angst vor Kritik mitmachen
- oder aus Imagegründen Dinge akzeptieren, die nicht passen
Haltung zeigt sich im Nein.
Fazit
Inklusion scheitert selten spektakulär.
Sie scheitert leise – durch Überforderung, falsche Erwartungen und fehlende Klarheit.
Deshalb braucht es Konzepte, die Wettbewerb einordnen, nicht verdrängen, und Teilhabe ermöglichen, ohne Druck aufzubauen.