Inklusion ist kein Projekt – sondern ein Prozess
Was wirklich trägt – und warum Aktionismus scheitert
Viele Vereine starten motiviert:
- ein Turnier
- eine Aktion
- ein Förderantrag
Doch nach kurzer Zeit versandet vieles wieder.
Der Grund:
Inklusion wird als zeitlich begrenztes Projekt verstanden – nicht als dauerhafte Vereinsaufgabe.
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Nachhaltige Inklusion braucht:
- Zeit
- Geduld
- Verlässlichkeit
- und Menschen, die bleiben
Warum Aktionismus Inklusion eher schwächt
Kurzfristige Aktionen wirken nach außen gut, führen intern aber oft zu:
- Überforderung von Trainer:innen
- enttäuschten Spieler:innen
- falschen Erwartungen bei Eltern
- Frust, wenn Angebote wieder verschwinden
Für Menschen mit Behinderung ist Beständigkeit besonders wichtig.
Wechselnde Angebote bedeuten Unsicherheit – nicht Abwechslung.
Was nachhaltige Inklusionsarbeit wirklich ausmacht
Verlässliche Trainingsstrukturen
- feste Zeiten
- bekannte Abläufe
- klare Ansprechpartner:innen
Nicht ständig Neues – sondern Vertrautes, das trägt.
Haltung vor Konzept
Ein Papier allein verändert nichts.
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Entscheidend ist:
- Wie sprechen wir über Teilnehmende?
- Wie reagieren wir bei Überforderung?
- Wie gehen wir mit Konflikten um?
Haltung zeigt sich im Alltag – nicht im Leitbild.
Menschen statt Maßnahmen
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Nachhaltigkeit entsteht durch:
- Trainer:innen, die bleiben
- Bezugspersonen, die Sicherheit geben
- Teams, die sich kennen
Nicht durch ständig neue Projekte – sondern durch gewachsene Beziehungen.
Die Rolle der Trainer:innen und Verantwortlichen
Trainer:innen sind keine „Inklusionsmanager“. Sie sind Beziehungsarbeiter:innen.
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Nachhaltige Vereine:
- entlasten ihre Trainer:innen
- verteilen Verantwortung auf mehrere Schultern
- akzeptieren Grenzen
Niemand kann alles leisten – aber gemeinsam entsteht Stabilität.
Warum kleine Schritte stärker sind als große Versprechen
Ein wöchentliches Training über Jahre wirkt mehr als:
- ein großes Event
- eine einmalige Auszeichnung
- ein kurzfristiger Medienbericht
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Für Spieler:innen zählt:
- „Darf ich nächste Woche wiederkommen?“
- „Bin ich hier willkommen – auch wenn es mal schwierig ist?“
Genau hier entsteht Vertrauen.
Nachhaltigkeit heißt auch: Nein sagen dürfen
Nicht jedes Angebot ist sinnvoll.
Nicht jede Anfrage muss angenommen werden.
Nachhaltige Inklusionsarbeit bedeutet auch:
- realistisch zu bleiben
- Überforderung zu vermeiden
- Grenzen klar zu kommunizieren
Ein stabiles Angebot ist besser als fünf instabile.
Unsere Erfahrung als Ibbenbürener Kickers
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Was uns getragen hat:
- kontinuierliches Training
- klare Werte
- feste Rituale
- echte Gemeinschaft
Wir haben gelernt:
Inklusion wächst langsam – aber sie bleibt, wenn man sie pflegt.
Nicht laut.
Nicht perfekt.
Aber verlässlich.
Fazit – Nachhaltigkeit ist eine Entscheidung
Nachhaltige Inklusionsarbeit entsteht, wenn Vereine:
- Haltung über Aktion stellen
- Beziehungen vor Ergebnisse
- Kontinuität vor Sichtbarkeit
Dann wird Inklusion nicht zur Belastung – sondern zur stärksten Säule des Vereins.
Noch Fragen aus der Praxis?
Viele Herausforderungen im inklusiven Fußball lassen sich nicht mit Regeln oder Checklisten lösen. Oft geht es um Erfahrung, Fingerspitzengefühl und den Mut, Verantwortung zu übernehmen.
Wenn du als Trainer/in, Spieler/in, Elternteil oder Verein vor einer konkreten Situation stehst – im Training, bei Turnieren oder im Umgang mit einzelnen Spieler/innen – melde dich gerne bei uns.
Wir teilen unsere Erfahrungen aus dem inklusiven Fußball ehrlich, praxisnah und ohne belehrenden Zeigefinger.