VECHTA In der Justizvollzugsanstalt Vechta kam es kürzlich zu einer Premiere: Erstmals war die Inklusionsmannschaft der Ibbenbürener Kickers zu Gast und traf dort auf die Gefangenenmannschaft „Anstoß für ein neues Leben“. Hinter diesem Team steht laut einer Mitteilung der JVA Vechta eine bundesweit einzigartige Initiative der Sepp-Herberger-Stiftung des DFB, die sich der Resozialisierung junger Strafgefangener widmet.
Organisiert wurde die Begegnung durch den Sportbeamten Andre Werneke sowie die Entlassungskoordinatorin Melanie Jansen. Gemeinsam verfolgen sie das Ziel, den Inhaftierten nicht nur fußballerische Fähigkeiten zu vermitteln, sondern vor allem soziale Kompetenzen, Werte und Normen zu stärken. Auf diese Weise sollen wichtige Voraussetzungen für eine erfolgreiche Wiedereingliederung in die Gesellschaft geschaffen werden.
Das Spiel selbst stand ganz im Zeichen des Miteinanders. Die Spieler aus Ibbenbüren wurden mit den Inhaftierten in gemischte Teams eingeteilt, sodass von Beginn an auf Augenhöhe gespielt wurde. Anfangs vorhandene Berührungsängste wichen schnell einer offenen und respektvollen Atmosphäre in der Sporthalle der JVA. Beeindruckend sei es vor allem gewesen zu beobachten, wie nebensächlich das sportliche Ergebnis wurde. Tore und Spielsituationen rückten in den Hintergrund, während Teamgeist, Fairness und gegenseitiger Respekt in den Mittelpunkt traten. Abschließend betonte die JVA Vechta: „Die Begegnung zeigte eindrucksvoll: Sport verbindet Menschen, unabhängig von ihrer Herkunft oder Lebenssituation und kann Brücken bauen, wo zuvor Grenzen bestanden.“
Quelle: Oldenburgische Volkszeitung
Weitere Einblicke, persönliche Eindrücke und Hintergründe zur Begegnung in der JVA Vechta finden Sie in unserem ausführlichen Bericht:
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