Blindenfußball zeigt eindrucksvoll, wie sehr sich Fußball über das Hören, Fühlen und Vertrauen erschließt. Diese besondere Spielform schafft Perspektivwechsel, fördert Orientierung und stärkt Gemeinschaft – weit über den Sport hinaus.
Fußball ohne Sehen. Alle orientieren sich über Geräusche, Zurufe und klare Regeln. Sicherheit, Vertrauen und gegenseitige Rücksicht stehen immer an erster Stelle.
Blindenfußball ist eine international anerkannte Spielform und Teil der paralympischen Sportarten.
Diese Regeln ermöglichen fairen Wettbewerb auf hohem sportlichem Niveau
Bei den Ibbenbürener Kickers nutzen wir Elemente des Blindenfußballs bewusst pädagogisch und erfahrungsorientiert.
Unser Ziel ist nicht Leistung, sondern Erfahrung:
Wie fühlt es sich an, Fußball ohne Sehen zu spielen?
Wie verändert sich Kommunikation, Vertrauen und Teamgeist?
Blindenfußball erfordert klare Strukturen. Sicherheit ist kein Zusatz, sondern Grundlage.
Gerade bei Anfängergruppen ist eine fachliche Anleitung entscheidend.
Blindenfußball erzeugt intensive, oft sehr emotionale Momente.
Anfänger erleben Orientierungslosigkeit, Lachen, Überraschung – und echte Erfolgserlebnisse.
Was zunächst ungewohnt wirkt, wächst schnell zu echtem Teamgefühl.
Blindenfußball ist ein starkes Instrument für gelebte Inklusion durch Perspektivwechsel.
Quelle: DFB-Stiftungen 2023
Die folgenden Antworten beruhen auf unseren praktischen Erfahrungen aus der inklusiven Fußballarbeit.
Blindenfußball ist eine angepasste Spielform, bei der Menschen ohne Sicht dank akustischer Signale und klarer Struktur gemeinsam Fußball spielen.
Nein. Bei uns spielen Menschen mit und ohne Sehbeeinträchtigung gemeinsam. Sehende Spielerinnen und Spieler tragen eine spezielle Brille, die das Sehen einschränkt und gleiche Voraussetzungen schafft.
Die Brille simuliert fehlende oder eingeschränkte Sicht, damit alle unter vergleichbaren Bedingungen spielen und sich besser in die Situation hineinversetzen können.
Ja. Alle Spieler tragen zusätzlich einen Kopfschutz. Klare Regeln, ruhige Spielformen und aufmerksame Begleitung sorgen für Sicherheit.
Nein. Wichtig ist Offenheit, Zuhören und die Bereitschaft, sich auf diese besondere Spielform einzulassen.
In jeder Mannschaft gibt es feste Orientierungspunkte.
Hinter dem gegnerischen Tor steht ein sogenannter Guide, der den Spielern akustische Hinweise gibt. Zusätzlich steht im eigenen Tor ein Torwart, der sehen kann, jedoch nur einen Arm nutzen darf – der andere Arm ist fixiert.
Durch die Stimmen des Torwarts im Rücken und des Guides hinter dem gegnerischen Tor ist die Spielrichtung klar vorgegeben.
Ergänzend erhalten die Spieler verbale Hinweise, zum Beispiel zur Entfernung zum Ball oder zur Position auf dem Feld. So können sie sich sicher orientieren und aktiv am Spiel teilnehmen.
Blindenfußball stellt besondere Anforderungen an Wahrnehmung, Kommunikation und Sicherheit. Dieser Praxisartikel gibt Einblick in den Umgang mit unterschiedlichen Beeinträchtigungen im inklusiven Fußball: